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Bewegender Abschluss der Zeltmission

Aus Evangelisch in Niedersachsen

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Die 10tägige ökumenische Zeltmission, die seit dem 7. Juni viele Hundert Menschen aus Munster und den umliegenden Ortschaften im großen Zelt auf der Wiese an der St. Urbanikirche zusammengeführt hat, ging am Mittwochabend mit einer bewegenden Abschlussveranstaltung zu Ende. Unter dem Motto „Voll das Leben – wie im Himmel so auf Erden“ hatten die Missionsprediger Pfarrer Mathias Lauer und Friedrich Meisinger, ein jeder auf seine Art und mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu den Menschen gesprochen, sie angesprochen, herausgefordert und zum Nachdenken veranlasst. Die Themenvielfalt war groß, so dass manche nicht umhin konnten, jeden Abend an 10 Tagen ins Zelt zu kommen und zuzuhören. Die erste Woche stand zudem ganz im Zeichen der Kindermission. Auch daran haben mehrere Hundert Kinder mit Begeisterung an den von der dzm-Kinderreferentin Annett Stenke geleiteten Nachmittagen teilgenommen. Das Erwachsenenprogramm begann mit der Eröffnung einer Kunstinstallation, die die Künstlerin Natalia Rudolf im Zelt zum Thema „Wie im Himmel so auf Erden“ installiert hatte. Diese Arbeiten und ihre Präsentation im Zelt begleiteten die Menschen während der Zelttage und sprachen alle in besonderer Weise an. Jeder Abend wurde von einer anderen Gruppe musikalisch umrahmt. Allein das war insbesondere für die Dauerbesucher ein besonderes Erlebnis. Es musizierten die Kirchenchöre von St. Stephanus und der Friedenskirche Breloh, die Singgemeinde Munster und der Chanty-Chor Soltau, das Ensemble Blautöne, der Jungendchor „Like a prayer“, der Posaunenchor, United Winds, Daniel Heinrich, Tomoro Voices und nicht zuletzt Siegfried Fietz, der dem letzten Abend mit seiner Musik zum Mitsingen seine unvergessliche Note gab. Die Predigten hatten unterschiedlichste Wirkungen und klangen bei vielen Besuchern nicht nur am jeweiligen Abend lange nach. Dennoch war das an jedem Abend von einer anderen Gruppe betreute Bistro die Einrichtung, die dazu beitrug, dass man über die Predigten und andere Themen - einschließlich Fußball - ins Gespräch kam, nachfragen und nachhaken konnte und so etwas wie eine große, fröhliche, brüderliche Zeltgemeinde entstand. Die Bistrobesatzungen haben hohen Anteil am Gelingen der Tage. Der Eine Welt Laden konnte sich ins Gespräch bringen und mit seinen Angeboten das große Anliegen eines fairen Handels fördern. Erfreulich war auch der Zuspruch am Büchertisch der dzm, wo gute und die jeweiligen Themen vertiefende Literatur angeboten wurde. Das Männerfrühstück hatten immerhin 60 Gäste und viele von ihnen hielten das dabei gehaltene Referat von Friedrich Meisinger als den wohl eindrucksvollsten Vortrag. Der Einladung zu einem ökumenischen Seniorennachmittag waren 90 Munsteraner gefolgt. Es war schon beeindruckend, wie schnell Siegfried Fitz mit seiner Musik Hunderte von Menschen in seinen Bann zog und zum Mitsingen auch bisher unbekannter Lieder bewegen kann. Für Pfarrer Meisinger war es die letzte Predigt als hauptamtlicher Mitarbeiter der seit 108 Jahren arbeitenden Deutschen Zeltmission. Zum Thema „Gott nimmt uns ernster als wir meinen“ zeigte er noch einmal seine Jahrzehnte lange Erfahrung, sein fundiertes Wissen um die wichtigen Voraussetzung und Zusammenhänge des Glaubens und des Lebens auf der Erde und im Himmel und erwies sich ein weiteres Mal als wirkungsvoller Prediger. Dass sich das Zelt am letzten Tag benahe bis auf den letzten Platz gefüllt hatte, zeigt, dass die Idee von Pastor Dr. Johannes Schoon-Janßen, nach 10 Jahren wieder einmal eine Zeltmission durchzuführen, richtig war.

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Pastor Dr. Johannes Schoon-Janßen dankte den unzähligen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die die Missionstage ermöglicht und zu einem großen Erlebnis für viele Menschen in und um Munster haben werden lassen.

Dieser dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die all das nicht möglich gewesen wäre.Noch einmal scharten sich Trauben von Menschen um das Bistro, um Abschied zu nehmen von 10 unvergesslichen Tagen, die für viele viel bedeutet haben. Dann zog die letzte „Ehrenwache“ auf, um gegebenenfalls das wertvolle Zelt zu verteidigen. Es war und blieb alles friedlich. Das von Natalia Rudolf während einer Predigt gemalte Bild vom verlorenen Sohn ging in den Besitz von Hans-Konrad Hoff über, der das höchste Gebot abgegeben hatte.

Dietrich Breuer